•  

  • Häuserspitze 2007

    Simulation des Tons eines Nebelhorns in der Installation von Sabine Mohr
    zur IBA Kunst und Kultursommer

    In Erinnerung an die Hamburger Sturmflut von 1962 während der der Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg am schwersten getroffen wurde.

    Inspiriert von dieser Geschichte, wurde ein ortstypischer Häusergiebel mit auch metaphorischer Schwere auf die Grünfläche in die Restnatur eingelassen. Im Giebel selbst erklingt in regelmäßigen Abständen ein Nebelhorn als Alarm-, Warn- und Wachheitssignal. Als Vorbild dieser realistischen Erfindung diente eines der denkwürdigen Fotografien, das ein überflutetes Haus während der Sturmflut zeigt. Zu fragen wäre, ob es neben der Natur-Bedrohung auch und gerade in jüngster Zeit zunehmend Kultur-Drohungen und Bedrohungen seitens mit dem Senat verbundenere Kapitalentwickler gibt, die der künstlerisch-kulturellen Arbeit vor Ort kapitalzweckgebunden bedürfen: Belebungen der toten Materie suggerieren, die das Investitionskapital erst in den lebendigen Fluß und Strom bringen können. Drohen hier neue Flutkatastrophen aus dem Bewußtsein entfremdeter Abstraktion und Selbststilisierung?

    Auszug aus der Eröffnungsrede von Gunnar F. Gerlach